Adherer Blog

Archiv für August 26th, 2007

Zitate aus American Psycho

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„Es gibt eine Vorstellung von einem Patrick Bateman, die abstrakt ist, aber es gibt kein wahres Ich, nur eine Entität, etwas Illusorisches. Und obgleich ich meinen kalten Blick verbergen kann, wenn sie meine Hand schütteln und Fleisch fühlen können, das ihres ergreift. Und sie vielleicht sogar spüren können, dass unsere Lebensstile vergleichbar sind. Ich bin ganz einfach nicht da.“
Er zeigt durch derartige Worte schon sehr früh eine Abneigung gegenüber der Gesellschaft der Reichen, die von reinem Materialismus geprägt ist:

„Zum einem müssen wir die Apartheid abschaffen und das nukleare Wettrüsten verlangsamen, den Terrorismus bekämpfen und den Hunger auf der Welt ein Ende machen. Wir müssen für Bereitstellung von Nahrung und Unterkünften für die Obdachlosen sorgen und was gegen die rassistische Rassendiskriminierung tun und die Bürgerrechte fördern, ebenso wie die Gleichberechtigung der Frau und wir müssen zu einer Rückkehr zu traditionellen und moralischen Werten ermutigen, aber am allerwichtigsten ist, dass wir junge Menschen zu mehr sozialem Engagement motivieren, weg vom Materialismus.“
Anschließend versucht er immer mehr seiner Unfähigkeit in einer derartigen Gesellschaft glücklich zu werden mit sehr bizarren Dingen zu ergänzen. Er sieht in diese ganzen Restaurantbesuche, diese angeblichen romantischen Momente mit einer Frau in einem solchen Restaurant und der von reinem Egoismus geprägten Konkurrenz keinen Sinn mehr. Weitere Sätze, wie diese hier, zeigen weiterhin seinen geistigen Verlauf:

„Ich habe alle Merkmale eines Menschen. Fleisch, Blut, Haut, Haare, aber keine einzige klar definierbare Emotion. Abgesehen von Gier und Abscheu. Etwas Schreckliches geht in mir vor und ich weiß nicht warum. Meine nächtliche Gier nach Blut ist in meine Tage hineingeflutet. Ich fühle mich tödlich am Rande der Raserei. Meine Maske der Zurechnungsfähigkeit ist im Begriff herunterzurutschen.“
Was sind das nicht für geniale Worte. Auch seine hobbyartigen Angewohnheiten, wie die Musik scheinen nur noch das einzig Menschliche in seinem Leeren zu sein, das ein Sinn hat. Er versucht auch durch Videos dieser eintönigen Realität zu entfliehen. Da, er immer fanatischer wird und auch bereit ist, seine Leere von Begierde gekennzeichneten Handlungen zu füllen, so versucht er auch verzweifelt an das sein letzte Menschliche festzuhalten, jede auch kleinste Botschaft aus ihr zu filtern und von ihr zu leben.

„Mögt ihr Phil Collins. Ich bin ein großer Genesis Fan. Seit der Veröffentlichung ihres Albums von 1980 Duke. Davor habe ich ihre Musik nicht richtig verstanden, zu künstlerisch, zu intellektuell. Erst auf Duke wo Phil Collins’ Anwesenheit spürbarer wurde. Ich finde Invisible Touch ist das unangefochtene Meisterwerk dieser Gruppe. Es ist eine epische Meditation über das Nichtgreifbare. Gleichzeitig vertieft und bereichert es die Bedeutung der vorhergehenden Alben. Hört euch das brilliante Zusammenspiel von Banks, Collins und Rutherford an. Man kann praktisch jede nur aus von jedem Instrument hören. Was das Reime schreiben der Songs betrifft, markiert dieses Album ein neuen Höhepunkt der Professionalität. Nehmt den Text von Land of Confusion. In diesem Lied spricht Phil Collins das Problem des politischen Machtmissbrauchs an. In Too Deep ist der bewegenste Popsong der 80er Jahre, über Monogamie und Bildung. Der Song ist äußerst aufbauend. Die Texte sind so positiv. So bejahend, wie kaum etwas anderes in der Rockmusik.
Phil Collins Solo-Karriere scheint kommerzieller und eher befriedigender zu sein und das auf einer vereinfachten Weise. Speziell Songs, wie In Air Tonight und Against all Odds, aber ich denke auch, dass Phil Collins innerhalb der Gruppe besser arbeitet, als Solokünstler und ich betone das Wort Künstler. „
Die Tatsache, dass er bei nahezu jeder ungewöhnlichen Handlung bzw. bei jeder Gräueltat über Musik reden muss, zeigt mir persönlich, dass dies eine zwanghafte Entwicklung ist. Auch später, wo er seine Sekretärin bittet zu gehen, das Ganze versucht seiner Frau zu erklären und abschließend alles beichtet, um dafür bestraft zu werden, deutet eindeutig auf einer tiefen spirituellen Wunde hin, dessen Folgen zur Wahnsinn und Hass führen.

Seine abschließende Haltung und Ansicht:

„Es gibt keine Grenzen mehr zu überschreiten. Alles, was ich gemeinsam hab mit dem Unkontrollierbaren und Kranken, dem Gemeinen und Bösen, alles Schlimme, was ich verursacht habe und meine totale Gleichgültigkeit dem gegenüber, hab ich nun übertroffen. Mein Schmerz ist gleich bleibend und heftig und ich hoffe für niemanden auf eine bessere Welt. Ich möchte sogar, dass mein Schmerz auch anderen zugefügt wird. Ich will, dass niemand davonkommt. Aber selbst, nachdem ich das zugebe, gibt es keine Katharsis. Meine Bestrafung entzieht sich mir weiterhin und ich komme zu keinen tieferen Einsichten über mich selbst. Aus meinem Erzählen kann kein neues Wissen herausgeholt werden. Dieses Geständnis war völlig bedeutungslos.“
Eines der besten Abschlussworte und sie deuten Eindeutung auf eine verhasste Einstellung gegenüber dem Materialismus, das ihn zu einem solchem Schmerz geführt hat, das ihn hin und her zerissen hat und zereißen wird.

Geschrieben von adherer

August 26, 2007 um 10:11

Veröffentlicht in 07 Zitate und Auszüge